Das Wagnis, auf Gott zu vertrauen.
Ein Zeugnis von Ingrid und Michael M., vorgetragen in einem Lobpreisgottesdienst 2008 in Neuhof.
Michael: Wir möchten Euch ein Erlebnis erzählen. Wir fahren seit länger als 12 Jahren nach Kroatien in der Urlaub und verbinden das mit einem Aufendhalt in dem Wallfahrtsort Medugorje in Bosnien-Herzegowina.
Wir kamen am 22.09.08 etwa 12.00 Uhr in Kroatien, Brela an unserem Urlaubsort an.
Wir hatten unser Auto mit Hilfsgütern beladen für Bosnien Herzegowina.
Wir planten, die Sachen am nächsten Tag dorthin zu fahren und wie jedes Jahr in der Stadt Chaplijna im Flüchtlingslager abzugeben. Es leben dort heute noch 120 kroatische Christen, die nicht mehr in ihre Häuser zurückkönnen, da diese entweder zerstört oder zum Teil von anderen Menschen bewohnt sind. Es herrscht hohe Arbeitslosigkeit und sie finden nur Gelegenheitsarbeiten.
In der Nacht hatte ich einen Traum: Jemand schrie ganz laut und grässlich meinen Namen.
Ich wachte auf, konnte nicht mehr einschlafen und überlegte, was das zu bedeuten hatte, ob es ein Zeichen ist, ob uns Böses erwartet. Ich fing gleich an, Hilfe im Gebet zu suchen.
Wir fuhren dann am Morgen nach dem Frühstück. Wir wollten zuerst nach Medjugorje fahren, um in die Kirche zur Deutschen Messe zu gehen. Ich erzählte Ingrid von meinem Traum. Daraufhin erzählte sie mir, dass sie auch einen Traum hatte: Sie träumte, wir hatten einen schweren Unfall. Unser Auto war total zertrümmert.
Wir fingen an zu beten, um alles unserem Gott zu übergeben. Gewöhnlich beten wir erst frei und dann Rosenkranz. Wir kamen zum Ergebnis, dass uns eine böse Macht einschüchtern und aufhalten wollte. Ich sagte mir, dass ich noch vorsichtiger als sonst fahren sollte, denn es hatte in den Bergen geregnet. Die Straßen sind dann sehr glatt. Die Träume, die uns eigentlich hätten Angst machen sollen, haben das Gegenteil erreicht: Wir haben mehr als sonst gebetet und wurden sehr ruhig und gefasst.
An der Grenze machte uns der Grenzbeamte Probleme. Er fragte nach Papieren für unsere Sachen. Wir hatten in den letzten 12 Jahren nie Papiere für unsere Geschenke gehabt. Ich sagte ihm: Es sind Geschenke. Er sagte nur: Das geht so nicht. Und ich musste die Säcke öffnen. Er sah nach dem Inhalt und fing immer wieder damit an, das sei ein Problem. Er kann uns so nicht passieren lassen. Ich sagte, die Sachen sind für Chaplijena für das Flüchtlingslager bestimmt.
Er stellte mit eine Frage, mit dem Erfolg, dass ich meinen Geldbeutel öffnen musste, um ein Visitenkärtchen zu suchen. Dabei sah der Beamte meine Geldscheine und ich hatte den Eindruck, dass er am liebsten Geld nehmen würde. Es wurde uns immer wieder gesagt, dass die Beamten bestechlich sind.
Ich sagte nun: Herr Jesus, er bekommt von mir keinen roten Cent. Es ist Deine Sache. Erweiche bitte sein Herz.
Es dauerte nur noch kurze Zeit, dann sagte der Grenzbeamte, wir können weiterfahren.
Ingrid: Wir fuhren nach Medugorje und gingen in die Deutsche Messe. Es ist etwas ganz Besonderes dort zu sein. Danach fuhren wir nach Chaplijna. Vor dem Ort standen wir noch wegen Vollsperrung der Straße wegen eines Verkehrsunfalls fast eine Stunde im Stau und befürchteten, dass unser Termin noch platzen könnte. Über Nebenstraßen erreichten wir dann unser Ziel.
Im Lager angekommen, trafen wir Zdenka unsere Übersetzerin. Sie hat während des Krieges in Deutschland gearbeitet und hat uns schon letztes Jahr übersetzt. Wir erfuhren von ihr, dass die alte Lagerleiterin Ivanka vor fast einem Jahr gestorben war. Wir hatten Ivanka sehr gerne. Sie setzte sich sehr für ihre Leute ein. Ihren Tod bedauerten wir sehr.
Zdenka, die Übersetzerin, machte uns mit der neuen Lagerleiterin bekannt und klärte uns gleich über die Korruptionsgefahr der neuen Lagerleiterin auf. Wir erfuhren von einer großen Geldspende, die sie für sich behalten hat.
Sie sagte uns, wir sollten mit unserer angedachten Geldspende besser Lebensmittel einkaufen, das Geld also nicht der Leiterin geben.
Wir fuhren also mit Zdenka in einen Lebensmittelmarkt, um einzukaufen.
Als wir zurückkamen sagte Zdenka, wir sollten die Lebensmittel gleich verteilen.
Die Leiterin war nämlich in der Zwischenzeit weggefahren und hatte vorher angeordnet, dass wir die Lebensmittel in einem Lagerraum deponieren sollten.
Das hielt die Übersetzerin und die anderen Lagerfrauen aber für zu riskant, da es keine Gewähr geben würde, dass die Leute auch die Sachen erhalten würden.
So teilten wir aus: Milch, Zucker, Käse und Streichwurst, obwohl wir Probleme mit der Leiterin befürchteten.
Zwischendurch wurde ich von verschiedenen Frauen gebeten zu helfen, viele sind krank.
Man steckte mir Zettel mit Namen zu und gab mir kleine Geschenke, gestrickte Sachen und einen Rosenkranz. Sie drückten und küssten mich.
Ein Mann kam zu mir und erzählte mir in gebrochenem Deutsch, dass seine Frau sehr krank sei. Sie hat einen Tumor und leidet an psychischen Problemen. Auch der Sohn ist krank. Sie haben aber kein Geld, um ins Krankenhaus zu gehen. Im Gegenteil, man kündigte ihnen an, den Strom abzustellen, da sie kein Geld haben. Es war für uns klar: Das bedeutet für diese Frau das Todesurteil. Ich fragte den Mann, ob er glaubt, dass Jesus seine Frau heilen kann. Er sah mich an und war überrascht.
Ich sagte ihm, dass wir seiner Familie kein Geld geben können, wir würden aber gerne für seine Frau beten. Wir waren uns ganz sicher, dass Jesus den Menschen helfen wird, wenn wir für sie beten.
Ich ging zu Michael, der noch beim Verteilen der Lebensmittel war.
Michael: Ingrid sagte mir ganz aufgewühlt: wir müssen einen Gebetsdienst einrichten. Ich dachte das wäre bestimmt gut, lässt sich aber nicht so ohne weiteres realisieren, da uns die Lagerleiterin bestimmt bald raus schmeißt, wenn sie zurückkommt.
Ich bin dann später mit Ingrid und Zdenka zur Wellblechbaracke des Mannes mitgegangen. Es war äußerst beengt darin. Ich schob den Tisch weg, um an das Krankenlager der Frau zu gelangen.
Sie konnte nicht aufstehen und hatte ein schmerzverzerrtes Gesicht.
Ich fragte sie ob sie an Jesus glauben würde, und daran, dass er der Sohn Gottes sei, was sie mir bejahte. Ich fing an für sie zu beten. Jeder Satz wurde von Zdenka übersetzt. Wir waren alle sehr gerührt. Ingrid betete nach mir und sagte anschließend zu der Frau, dass sie jetzt aufstehen könne, was sie auch tat. Sie war so gerührt, dass sie intensiv Tränen vergoss, die Umstehenden auch.
Wir übergaben die ganze Situation Jesus und gingen dann im festen Glauben, dass er hier auf irgendeine Art Hilfe und Heilung schenken würde, wieder weg.
Vor unserem Abschied betete die ganze Lagerbesatzung für uns ein Vaterunser und ein Gegrüßt seist du Maria. Wir waren sehr gerührt.
Wir fuhren Zdenka nach Hause und sie lud uns zum Kaffe ein. Wir sahen, wie spartanisch sie mit ihrem Mann lebte, teilweise im Rohbau.
Im Gespräch erfuhren wir etwas Bedauerliches: Dass ein bisheriger Mittelsmann, dem wir in der Vergangenheit Spenden anvertraut hatten, sie wahrscheinlich unterschlagen hat.
Sie erzählte uns auch, dass sie einen vereiterten Kiefer hat, der im Krankenhaus operiert werden müsste. Das hat sie abgelehnt, da sie dafür kein Geld hat.
Wir beteten für sie und verabschiedeten uns dann von ihr.
Wir wollten ursprünglich wieder nach Medjugorje fahren, um an dem Gnadenort noch etwas aufzutanken. Das war aber nach dem, was wir erlebt hatten, nicht angesagt, denn wir mussten das Erlebte erst mal verarbeiten. Wir waren doch sehr aufgewühlt.
Ingrid: Als wir uns drei Wochen später nach unserem Urlaub bei Zdenka meldeten, erzählte sie uns, dass das Gebet geholfen hat. Ihr vereiterter Kiefer sei ohne Krankenhausaufenthalt relativ schnell geheilt. Die krebskranke Frau, für die wir gebetet haben, ist seit dieser Zeit schmerzfrei.
Wir hätten gerne einen Bestätigung eines Arztes gehabt, aber dafür haben die Betroffenen kein Geld.
Wir haben erfahren, dass Gott Gebete erhört, dass wir uns auf ihn verlassen können und dass er uns gebrauchen kann.
Wir sind auch dankbar dafür, das uns der Hl. Geist geführt hat: dass er uns die Idee gab, auf Träume, die uns Angst machten, mit Gebet zu antworten. So waren wir auf Schwierigkeiten gut vorbereitet und Gott hat uns gut durchgeführt.
Michael und Ingrid
Einer sät, der andere erntet.
(Gebete sind nicht vergebens.)
Etwa im Jahr 1997 bekam der Gebetskreis in Neuhof überraschenden Besuch. Ein junger Mann im Outfit eines Rockers mit Tätowierungen, Kette und Schlagring besuchte den Gebetskreis. Er kam aus Fulda. Es stellte sich heraus, dass er dort in einem leer stehenden Haus mit anderen campierte.
Wir wissen nicht, wie er die Spur zu unserem Gebetskreis fand. Er kam nicht nur einmal, sondern fast jeden Montag, manchmal auch in Begleitung. Wir erfuhren, dass er aus dem Osten kam, einiges hinter sich hatte und mit einem Alkoholproblem kämpfte. Wir sprachen mit ihm über Jesus und dass für Gott nichts unmöglich sei. Er gab zu, dass in seinem Denken germanische Götter („Wotan“ und Konsorten) eine Rolle spielten.
Aber irgendwie hatten wir den Eindruck, dass ihm die Botschaft von Jesus nicht egal war. Sehr oft, wenn wir sein Lieblingslied sangen, „Herr, wenn es stimmt, dass der Sünde ich gestorben…“, ging er bei der 3. Strophe zur Leinwand, zeigte auf eine Textstelle und rief: „Das ist es! Genau das ist es!“ Was stand da? „Auch wenn es schmerzt, brich den Stolz und meine Ehre….“- Irgendwann verloren sich seine Besuche und wir waren traurig darüber, dass unsere Gespräche und Gebete offenbar nichts genützt hätten. Gelegentlich sah ihn jemand in Fulda und es war klar: Er hatte seine Probleme noch nicht gelöst. - Betet man manchmal umsonst?
Inzwischen sind wir anderer Meinung. 10 Jahre später ist jemand aus unserem Gebetskreis bei einer Veranstaltung der „Christen im Beruf“. Da begegnen sich zwei Blicke. „Moment mal! Bist du der……?“ „Ja der bin ich.“ Der frühere Gast mit Rockerkleidung, Alkoholproblemen und Wotansglauben erzählt, dass er sich zu Jesus bekehrt habe, dass er nun ein völlig anderes Leben führe und vom Alkohol los sei. Er macht einen entspannten und positiv veränderten Eindruck. Christen aus einer Freikirche konnten ihm helfen, die letzten Schritte in ein neues Leben mit Jesus zu gehen. Eine späte Freude macht sich bei uns breit. „Einer sät, und ein anderer erntet.“ (Joh. 4,37; siehe auch 1 Kor 3,5-9)
Verantwortung, die wir nicht übernehmen können,
nimmt uns Jesus ab.
ER sorgt für uns
Die Vorgeschichte:
Meine Mutter - sie lebt 300 km von mir entfernt, ist 88 Jahre alt und total blind - erlitt im November 07 einen Schenkelhalsbruch und im Februar 08 stellte sie einen Knoten in der Brust fest. In der Annahme, dass lediglich dieser Knoten entfernt wird, ging sie ins Krankenhaus. Dort wurde die komplette Turmordiagnostik gemacht mit dem Ergebnis, dass eine Brustamputation mit Lymphknotenausräumung erfolgen sollte.
Diese Nachricht erhielt ich während des letzten Glaubensseminars in Bad Salzschlirf. Mich erfasste ein Zorn auf die Medizin, die ihre Grenzen meines Erachtens hier total überschritt.
Mir wurde klar, wenn mich meine Hilflosigkeit und Wut das ganze Wochenende begleiten würde, hätte ich keine Chance, für mich Frieden zu finden. Ich ließ für mich beten. Danach ging es mir schon etwas besser.
In einer stillen Zeit danach war ich dann wieder ganz offen für die Dinge, die Jesus in Bad Salzschlirf oft in unglaublicher Weise mit uns vor hat. Plötzlich bekam ich ein Bild:
Ich stand am Krankenbett meiner Mutter. Da kam Jesus von links in das Bild hinein und sagte:
„Das ist jetzt eine Sache zwischen mir und ihr“,
legte liebevoll den Arm um meine Schulter und führte mich aus dem Bild heraus.
Von da an war meine Mutter ganz ruhig, die Operation wurde nach diesem Wochenende durchgeführt, sie verlief gut (Lymphknoten waren nicht befallen) und sie kam nach drei Tagen wieder nach Hause.
Dank sei Gott.
(G.R.)
September 2007
Letzte Besprechung vor einem Alpha-Kurs: „In vier Tagen geht es los. Aber schade: Es gibt nur zehn Anmeldungen,“ lautet die Bilanz. Jörn, Carsten, Peter und Tanja vereinbaren daraufhin: „Morgen fasten wir in diesem Anliegen.“ - 2 Tage später sind noch weitere fünf Anmeldungen da!
Anregung: Gebet und Fasten einsetzen und etwas erwarten.
Heilungsgottesdienst 2007 in Künzell
Eine Teilnehmerin aus Neuhof hat während des Heilungsgebets das Gefühl, als ob ein Knoten in der Brust auseinander gerissen würde. Tatsächlich hatte sie seit 1997 dort einen Knoten, der jährlich überprüft wurde. Sie konnte es aber mit ihrem Verstand nicht annehmen, dass das Übel weg sei. Als sie drei Wochen später erneut eine Röntgen-Aufnahme machen ließ, war vom Knoten nichts mehr zu sehen, er ließ sich auch durch Betasten nicht mehr fühlen. Die früheren jährlichen Aufnahmen wurden zum Vergleich herangezogen, um einen Irrtum auszuschließen.
Dieselbe Teilnehmerin entschloss sich später zu einer „Lebensübergabe an Jesus. Danach kam ihr ein Schlagertext in den Sinn „I feel good“:(Ich fühle mich gut), Sie meinte: „Ja, so ist es: I feel good.“ Eine innere Stimme korrigierte sie: „Lass ein -o- weg.“ Das tat sie und war überrascht: „I feel God!“ (Ich spüre Gott) - hieß nun der Satz. Mit dieser Deutung war sie völlig einverstanden.
Anregung: Gott bringt Überraschungen. Die beste ist, plötzlich zu spüren, ich gehöre ganz sicher zu IHM.
Jünger werden bei Jesus
Voll Dankbarkeit blicken wir auf den Kurs zurück, der vom 17. Nov. bis 19. November 2006 in Bad Salzschlirf stattfand.
Am Freitag bereitete Pfarrer Axt uns auf das Thema vor, indem er uns die Bedeutung der Aufforderung von Johannes dem Täufer erklärte:
„Die Zeit ist erfüllt. Kehrt um und glaubt an die Frohe Botschaft.“
Nachdem wir am Nachmittag das Sakrament der Versöhnung empfangen konnten und uns parallel mit einigen Bibelstellen zum Thema Jüngerschaft auseinandergesetzt hatten, feierten wir eine Heilige Messe in der auch Sprachengesang sowie Eindrücke in Worten und Bildern Raum fanden.
Am Abend hörten wir den ersten Vortrag unseres Referenten Dominik Heen aus Ravensburg, der der JCE angehört. In seinem Vortrag sprach er über den Gott der Väter, den ICH BIN DA; dem Gott, der den Wunsch nach einer Vater-Kind-Beziehung zu mir hat. Der Abend schloss mit dem Angebot, bei einem der Segnungsteams persönliches Gebet in Anspruch zu nehmen.
Schon an diesem ersten Tag durften wir die Gegenwart Gottes spüren und schauten voller Vorfreude auf den Samstag.
Nach dem Morgenlob und Frühstück starteten wir mit einem Vortrag, der uns zeigte, was es bedeutet, Jünger zu sein, sich gemeinsam mit Jesus auf den Weg zu machen und sich und sein Leben völlig auf IHN auszurichten.
Diesem Weg, der sich auf unser jeweils ganz persönliches Leben bezieht, konnten wir in einer Zeit der Stille nachspüren. Danach gab es die Gelegenheit, im Plenum Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
Am Nachmittag führte Dominik Heen das Thema fort, indem er auf unsere Sendung und immer wieder auf die intime Beziehung zwischen Gott und uns selbst hinwies. Beim Referenten konnte man diese Tiefe der Beziehung zu Gott erspüren. Er wies auch immer wieder darauf hin, dass wir vom Handeln Gottes abhängig sind, dass noch so gut vorbereitete Reden nichts bewirken, wenn Gott nicht wirkt. Nach einer weiteren Stillen Zeit und einem Austausch in Kleingruppen gab es am Abend nochmals einen kleinen Impuls unseres Referenten. Der weitere Verlauf des Abends stand ganz im Zeichen des Hörens auf Gottes Stimme.
Wir hatten Eucharistische Aussetzung und nach einer Zeit in Stille vor dem Allerheiligsten wieder die Möglichkeit des Gebets bei insgesamt vier Teams.
An diesem Abend durften wir die Kraft des Heiligen Geistes erleben. Er berührte uns ganz tief, heilte zerbrochene Herzen und schenkte neue, tiefere Liebe zu Jesus. Er schenkte uns auf je verschiedene Weise die Erfahrung seiner mächtigen Gegenwart. Preis sei Gott!
Am Sonntagmorgen hörten wir in der Lehre, welche Eigenschaften oder Kennzeichen zur Jüngerschaft gehören.
Aus den danach folgenden persönlichen Zeugnissen der Teilnehmer ließ sich entnehmen, wie wunderbar Gott gehandelt hatte. Manche konnten ihre innere Bewegung kaum in Worte fassen.
Wir beendeten den Kurs mit einem Gottesdienst und nach dem Mittagessen machten sich alle neu gestärkt im Glauben und in der Liebe auf den Heimweg.
(Barbara Kreß)
Folgende Zeugnisse wurden im Lobpreisgottesdienst am 13.03.2006 berichtet:
Mein Erlebnis mit dem Heiligen Geist
Nach zwei ereignisreichen Tagen des Seminars der Charismatischen Erneuerung im November 2005 sollten wir nun in Kleingruppen für die Gaben des Geistes für jeden Einzelnen beten. Dabei sollten wir darauf hören, was der Heilige Geist uns dazu eingibt.
Was für eine schwere Aufgabe; denn ich hatte niemals zuvor erlebt, dass der Heilige Geist mich derart berührt hatte - dachte ich. Wieso sollte er es jetzt tun? Aber ich glaubte, einige "kluge" Worte würden mir zu den Mitgliedern meiner Kleingruppe schon einfallen, und wenn nicht, würde ich einfach schweigen. Aber ich war offen dafür, wie Gott wirken wollte. Er hatte mich ja in den Tagen zuvor schon mit vielen guten Gedanken und Gefühlen beschenkt.
Was dann passierte, hat mein Herz weit und meine Liebe groß gemacht. Mich überkam ein solch starkes Gefühl für jeden Einzelnen aus der Gruppe und eine große Klarheit. Ich wußte plötzlich, welche Gaben des Geistes jeder sich wünschte bzw. noch brauchte. Und das Unglaublichste war, ich konnte und musste es auch aussprechen. Jede Hemmung war von mir abgefallen, und ich wusste, dass, was ich da sagte, kam nicht von mir. Der Heilige Geist wollte durch mich zu den Anderen sprechen.
Ich war unendlich dankbar, denn nun weiß ich noch einmal mehr, dass ich dem, was mein Herz mir sagt, vertrauen kann. Denn darin wirkt der Heilige Geist.
Die Kraft des Gebetes
Eine Freundin von mir leidet seit einigen Monaten unter Leukämie. Ihre Werte wurden immer schlechter, so dass man einen geeigneten Knochmarkspender suchte und auch bald fand. Der Weg einer Knochenmarktransplantation ist sehr, sehr hart. Das körperliche Befinden ist kaum zu ertragen, und der Ehemann machte sich große Vorwürfe, dass er seine Frau zu der Transplantation geraten hatte. Alles lag jetzt in Gottes Hand.
Ich bat einen großen Gebetskreis, für meine Freundin zu beten. Viele Menschen beteten jetzt täglich für sie. Die schwerste Zeit sollte nach Aussage der Ärzte ca. 7 - 21 Tage dauern. Danach brauchte man dann Geduld. Einige Tage später rief mich der Ehemann an und sagte mir, dass diese schier unerträglich Zeit mit großen Schmerzen nach 4 Tagen zu Ende war. Ich konnte dann bereits mit ihr telefonieren und ihre Stimme war stark und kräftig wie vorher. Inzwischen - nach weiteren 10 - Tagen galt sie als geheilt und wird bald aus dem Krankenhaus entlassen.
Wir dürfen alle auf die Kraft des Gebetes vertrauen. Danke Vater.
Gott im Alltag
Gott fühlt sich auch für die Kleinen im Alltag zuständig.
Nach anfänglichem Zögern - kann ich meinen Mann schon wieder allein lassen? - habe ich mich wieder für ein Seminar der Charismatischen Erneuerung angemeldet.
Zwei Woche vor Beginn bekam ich eine Einladung zu einer größeren Geburtstagsfeier. Mein Mann meinte, das sei eine wichtige Einladung, die ich nicht absagen könne. Eine kurze stille Minute sagte mir aber, wohin mein Herz wollte, und es gab für mich keinen Zweifel, die Geburtstagseinladung nicht anzunehmen. Als ich die Absage telefonisch übermitteln wollte, teilte mir die Gastgeberin mit, dass sie die Feier aus persönlichen Grünen verschieben müsse. Wenn Gott möchte, dass ich an dieser Feier teilnehmen soll, wird er den nächsten Termin in meinem Kalender dafür frei halten.
(G.R.)
Mittendrin 2005 (Deutschlandtreffen der CE in Künzell)
Anja (Name geändert) steht mitten im Lobpreis, der die große Halle erfüllt. Sie redet still mit Gott: „Gibt es etwas, was du bei mir anders haben möchtest? Gibt es ein Hindernis bei mir für das erwünschte Sprachengebet? Ist es vielleicht das Rauchen, das ich aufgeben soll?“ Inzwischen wird durch den Lautsprecher angesagt: „Wer ein persönliches Gebet / eine Segnung haben möchte, kann zu einem der Gebets-Teams gehen. Verteilt im Raum stehen sie bereit.“ Anja geht auf zwei „Teenies“ zu, die ein Gebets-Team bilden: Bei denen kann mir nichts passieren, die sind ja noch so jung, denkt sie. Sie irrt sich: Nach kurzem Gebet durch die beiden liegt sie am Boden, total entspannt, hellwach, mit Liebe und Freude erfüllt…. Das Ereignis hat eine anhaltende Wirkung: Tägliche Freude am Gebet, wochenlanger Zustand von Liebe und Freude, bis heute kein Bedürfnis zu rauchen, Sprachengebet.
Anregung: Den Hl. Geist in entschiedenen Teenies nicht unterschätzen. („Sage nicht: Ich bin zu jung…“ Jer. 1,6)
Der "Mittendrin"-Kongress der CE vom 5. bis 8. Mai 2005 in Fulda/Künzell hat sehr viele begeistert und bewegt. Das zeigen die Rückmeldungen. Daher möchten wir eine Teilnehmerin berichten lassen:
Schon am ersten Abend wurde ich beim Lobpreis angesteckt von der Begeisterung und Freude. Hier wurde Gott gefeiert und das richtig. Ich hob die Hände und ersehnte bei den Liedern ein wirkliches Kommen des Heiligen Geistes. Doch einige Gedanken gingen mir durch den Kopf. Warum bekam ich die Gabe des Sprachengebetes nicht, um die beim Vormittagsseminar gebetet wurde? Ich betete schon seit längerem dafür. gab es etwas an mir zu ändern? Trennte mich etwas von Gott? Mir kam der Gedanke und ich sagte zum Herrn: "Wenn du es willst, dann lass ich meine Rauchgewohnheiten. Sag es mir nur." Beim weiteren Lobpreis merkte ich ein "Brodeln" in meiner Stimme. Am Ende des Abends ließ ich beim Segnungsdienst um die Ausgießung des Heiligen Geistes beten. Ich merkte, wie eine gewaltige Kraft über mich kam und mich mit einer nie gekannten Freude durchflutete. Auf dem Boden liegend ruhte ich in einer tiefen Glückseligkeit. Als ich mit weichen Knien wieder nach Hause fuhr, sprudelte es nur so aus meinem Mund. Das liegt jetzt ein paar Wochen zurück. Was geblieben ist, ist eine große Freude den Herrn zu loben, zu preisen und zu beten. Jeder Tag beginnt mit einer Sehnsucht, Gott nahe zu sein. "Mittendrin" war für mich ein Pfingsten!
(T.W.)
Am Feiertag "Christi Himmelfahrt" ging ich zum Eröffungsgottesdienst und abends zum Lobpreis. Es war eine tolle Atmosphäre und ich war beeindruckt, dass so viele Menschen aus ganz Deutschland mit Kind und Kegel angereist waren. Ich hatte mir vorgenommen, nach getaner Arbeit am Samstagabend noch mal hinzufahren. Da ich mir weder einen Vortrag angehört, noch die Gemeinschaft über die gesamten Tage erlebt hatte, furh ich mit dem Gefühl nach Künzell, nicht mittendrin zu sein. So suchte ich mir dann auch einen Platz ganz außen am Seitenrand. Ich betete zu Gott und bat ihn, dass er mich von allen von mir selbst auferlegten Zwängen befreien möge: Dies musst du tun, jenes musst du tun und das musst du auch noch tun; und dann bleibt zu wenig Zeit für Gott und das Gebet. Als der Priester mit der Monstranz einzog, spürte ich die Gegenwart Gottes. Ich hörte in mir den Satz: "Er macht euch frei!" Ich spürte eine Freude in mir und war ganz ergriffen, dass ich so schnell eine Antwort bekommen hatte. An diesem Abend habe ich auch noch gebeichtet ... Mir ist es ein Bedürfnis, diesen Satz weiterzugeben: "Er macht euch frei!"
(E.M.K.)
Ich habe in diesen Tagen ganz viel Gutes erlebt, aber das Beste geschah erst danach: Meine Mutter hatte Geburtstag, deshalb fuhr ich gleich nach dem Kongress zu ihr. Dort durfte ich erleben, wie der Herr sie ganz tief berührte, wie ihre Augen feucht wurden und ihr Herz sich öffnete, als ich ihr eine Kassette vom "mittendrin" vorspielte. Und dann hatten wir ein ganz langes, gutes Gespräch. So etwas wie an diesem Sonntag, das kann nur der Herr bewirken. Ich hatte schon ganz lange dafür gebetet, aber vorstellen habe ich es mir nicht können. Ich bin immer noch am Staunen.
(A.U.)
|